SniffleDog: Nasenarbeit für Hunde – artgerechte Beschäftigung für Zuhause

Autor: Eileen

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Beschäftigung

16 Min. Lesezeit

Du hast das Gefühl, dass ihr mit eurem Hund immer wieder das Gleiche macht? Spaziergänge, Ball spielen, ein paar Tricks – und langsam gehen euch die Ideen für eine abwechslungsreiche Beschäftigung aus?

Dann wird es Zeit, die Nase eures Hundes ins Spiel zu bringen! 🐶👃

Hunde nehmen ihre Umwelt vor allem über ihre Nase wahr. Schnüffeln ist für sie nicht nur spannend, sondern auch eine richtig anstrengende geistige Aufgabe. Genau hier setzt SniffleDog an: Dein Hund lernt, einen bestimmten Geruch gezielt zu erkennen und zwischen verschiedenen anderen Gerüchen wiederzufinden.

Das Schöne daran: Du brauchst dafür weder viel Platz noch stundenlang Zeit. SniffleDog lässt sich wunderbar zu Hause aufbauen und bietet euch eine Beschäftigung, bei der dein Hund konzentriert arbeiten, selbstständig Lösungen finden und dabei gemeinsam mit dir lernen kann.

In diesem Artikel zeige ich dir, was SniffleDog genau ist, warum Nasenarbeit für Hunde so sinnvoll ist und wie du das Training Schritt für Schritt aufbauen kannst. Außerdem schauen wir uns an, welche Gerüche sich eignen und welche Fehler du beim Training besser vermeiden solltest.

Warum ist Nasenarbeit für Hunde so sinnvoll?

Nasenarbeit ist eine wunderbare Möglichkeit, einen Hund artgerecht und geistig auszulasten. Schließlich ist die Nase eines der wichtigsten Werkzeuge unserer Hunde. Während wir Menschen unsere Umwelt hauptsächlich mit den Augen wahrnehmen, sammeln Hunde einen großen Teil ihrer Informationen über Gerüche.

Vielleicht kennst du es selbst: Kaum ist dein Hund draußen, hängt die Nase am Boden und jeder Grashalm scheint plötzlich eine wichtige Nachricht zu enthalten. 😄 Warum dieses natürliche Verhalten also nicht gezielt nutzen und daraus eine spannende Beschäftigung machen?

Beim SniffleDog muss dein Hund nicht einfach nur einem Geruch hinterherlaufen. Er muss konzentriert suchen, verschiedene Gerüche unterscheiden und anschließend das richtige Verhalten zeigen. Das fordert ihn gleich auf mehreren Ebenen.

 

Geistige Auslastung statt einfach nur Bewegung

Viele Hunde werden vor allem körperlich beschäftigt. Lange Spaziergänge, Rennen, Ballspiele oder andere actionreiche Aktivitäten können zwar sinnvoll sein, bringen manche Hunde aber auch ordentlich auf Touren.

Nasenarbeit funktioniert anders. Beim Schnüffeln muss der Hund konzentriert und vergleichsweise ruhig arbeiten. Dadurch kann selbst eine kurze Trainingseinheit anstrengend sein.

Gerade für Hunde, die schnell aufdrehen oder ständig Action einfordern, kann eine ruhige Beschäftigung wie SniffleDog deshalb eine tolle Ergänzung zum Alltag sein. Statt immer noch mehr Bewegung anzubieten, bekommt der Hund eine Aufgabe, bei der er denken, suchen und konzentriert arbeiten muss.

Konzentration und Selbstständigkeit fördern

SniffleDog verlangt deinem Hund einiges ab: Er muss sich auf seine Aufgabe konzentrieren, seinen Geruchssinn einsetzen und eine Entscheidung treffen.

Mit zunehmendem Trainingsfortschritt lernt er außerdem, nicht einfach irgendeinen Behälter anzustupsen oder nach Futter zu suchen, sondern gezielt nach dem gesuchten Geruch zu arbeiten. Das stärkt seine Fähigkeit, eine Aufgabe Schritt für Schritt zu lösen.

Und natürlich darf auch die gemeinsame Zeit nicht fehlen. Du gibst deinem Hund eine Aufgabe, beobachtest ihn, bestätigst das richtige Verhalten und feierst gemeinsam mit ihm seine Erfolge. Genau solche gemeinsamen Erfahrungen können eure Mensch-Hund-Bindung stärken.

Dabei gilt wie bei jeder neuen Beschäftigung: lieber langsam anfangen und die Schwierigkeit nach und nach steigern. Nasenarbeit kann für Hunde überraschend anstrengend sein. Kurze, konzentrierte Trainingseinheiten sind deshalb meist sinnvoller als eine lange Session, in der die Konzentration irgendwann nachlässt.

Was braucht man für SniffleDog?

Das Schöne an SniffleDog ist, dass du für den Einstieg gar nicht besonders viel benötigst. Im Mittelpunkt stehen natürlich die SniffleDog-Dosen beziehungsweise Puzzleteile, in denen die verschiedenen Gerüche angeboten werden.

Zusätzlich solltest du folgende Dinge griffbereit haben:

  • 🐾 einen Clicker oder ein anderes eindeutiges Markersignal
  • 🦴 kleine, besonders schmackhafte Belohnungen
  • 👃 einen geeigneten Geruchsträger
  • 🧩 SniffleDog-Puzzleteile und Geruchsbehälter
  • ⏱️ ein paar Minuten Zeit und einen möglichst ruhigen Trainingsplatz

Bei den Leckerchen würde ich wirklich kleine Stücke verwenden. Dein Hund soll schließlich viele Wiederholungen machen können, ohne dass er nach wenigen Minuten satt ist.

Beim Geruchsträger ist vor allem wichtig, dass der ausgewählte Geruch möglichst gleichbleibend zur Verfügung steht. Wenn du beispielsweise mit einem bestimmten Tee arbeitest, solltest du darauf achten, dass du denselben Tee später wieder nachkaufen kannst.

Für den Anfang eignen sich beispielsweise Lavendel oder Kamille. Grundsätzlich kannst du aber ganz unterschiedliche Gerüche verwenden – wichtig ist, dass dein Hund den gewählten Geruch zuverlässig kennenlernen und später von anderen Gerüchen unterscheiden kann.

 

Der Clicker als punktgenaue Bestätigung

Ich persönlich arbeite beim Aufbau gerne mit einem Clicker. Der Vorteil ist, dass du das gewünschte Verhalten genau in dem Moment markieren kannst, in dem dein Hund es zeigt.

Gerade bei der Nasenarbeit ist das hilfreich: Dein Hund soll nicht einfach irgendwie an der Dose herumprobieren, sondern möglichst genau verstehen, welches Verhalten zum Erfolg führt.

Falls dein Hund mit dem klassischen Clicker-Geräusch Schwierigkeiten hat oder du bisher noch keinen Clicker aufgebaut hast, kannst du alternativ auch mit einem Softclicker oder einem anderen eindeutig aufgebauten Markersignal arbeiten.

Wie du den Clicker beziehungsweise das Markersignal sinnvoll aufbaust und deinen Hund anschließend Schritt für Schritt an den ersten Geruch gewöhnst, schauen wir uns jetzt genauer an.

SniffleDog richtig aufbauen – Schritt für Schritt

Beim SniffleDog-Training lohnt es sich, von Anfang an sauber und kleinschrittig zu arbeiten. Je genauer dein Hund versteht, welches Verhalten von ihm erwartet wird, desto zuverlässiger wird er später bei der Geruchsunterscheidung.

Nimm dir deshalb lieber mehrere kurze Trainingseinheiten vor, anstatt alles an einem Tag erreichen zu wollen. Dein Hund soll Spaß an der Aufgabe haben und mit einem Erfolgserlebnis aus jeder Einheit herausgehen.

Gerade an diesem Punkt solltest du nicht zu schnell vorgehen. Wenn dein Hund zwischen Futterhand und Dose hin und her schaut, die Dose nur kurz anstupst oder nicht bei ihr verweilt, bleib zunächst bei kurzen Trainingseinheiten.

1. Den Clicker richtig aufbauen

Ich arbeite beim Training gerne mit einem Clicker, weil sich das gewünschte Verhalten damit sehr punktgenau bestätigen lässt. Falls dein Hund bereits zuverlässig auf einen Clicker reagiert, kannst du diesen Schritt überspringen.

Für den Aufbau brauchst du lediglich deinen Clicker und einige kleine Leckerchen.

Nimm das Futter in eine Hand und den Clicker in die andere. Dein Hund wird wahrscheinlich zunächst versuchen, an das Futter zu kommen. Sobald er sich vom Futter abwendet und sich der Clickerhand zuwendet, klickst du.

Anschließend führst du deine Futterhand zur Clickerhand und gibst ihm dort seine Belohnung.

Wiederhole diesen Ablauf mehrmals. Dein Hund soll lernen:

Click = Das war richtig = Jetzt kommt eine Belohnung.

Nach einigen Wiederholungen wird dein Hund das Geräusch mit der anschließenden Belohnung verknüpfen. Dann kannst du zum nächsten Schritt übergehen.

Falls dein Hund mit dem Geräusch eines normalen Clickers Probleme hat, kannst du auch einen leiseren Softclicker verwenden. Wichtig ist nicht das konkrete Geräusch, sondern dass dein Hund es eindeutig mit einer Belohnung verbindet.

2. Den Hund auf den gewünschten Geruch konditionieren

Jetzt kommt der wichtigste Teil: Dein Hund soll lernen, dass ein ganz bestimmter Geruch für ihn relevant ist.

Nimm dafür den Behälter mit deinem ausgewählten Geruchsträger und den Clicker in eine Hand. Das Futter befindet sich in der anderen Hand.

Halte die Dose so, dass dein Hund sie mit der Nase erreichen kann. Sobald er freiwillig mit seiner Nase zur Dose geht, setzt du deinen Click und belohnst ihn.

Dabei ist ein Detail besonders wichtig: Die Belohnung kommt direkt an der Geruchsquelle.

Führe deine Futterhand deshalb zur Dose und gib deinem Hund dort das Leckerchen. So entsteht für ihn eine klare Verbindung zwischen dem Geruch und der Belohnung.

Mit der Zeit soll dein Hund verstehen:

Geruch finden → Nase an die Dose → dort bleiben → Click → Belohnung.

Achte dabei sehr genau darauf, welches Verhalten du bestätigst. Dein Hund soll die Dose mit der Nase untersuchen und nicht daran knabbern, kratzen oder sie mit der Pfote bearbeiten.

Sollte er anfangen, an der Dose herumzuspielen, kannst du dein Abbruchsignal verwenden, die Dose kurz wegnehmen und anschließend einen neuen Versuch starten.

Gerade an diesem Punkt solltest du nicht zu schnell vorgehen. Wenn dein Hund zwischen Futterhand und Dose hin und her schaut, die Dose nur kurz anstupst oder nicht bei ihr verweilt, bleib zunächst bei kurzen Trainingseinheiten.

Der Clicker

Der Clicker ist optimal für die punktgenaue Bestätigung. Hunde lernen mit einem Clicker schneller und sind motivierter. Ihr könnt den Clicker für viele Dinge rund um das Lernverhalten des Hundes nutzen.

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Sauberkeit im Aufbau ist wichtiger als Geschwindigkeit

Wenn dein Hund zuverlässig zur Dose geht und den gewünschten Geruch konzentriert mit der Nase untersucht, kannst du die nächste Schwierigkeit einbauen.

Suchsignal und Anzeigeverhalten aufbauen

Nun soll dein Hund lernen, dass er nicht einfach nur zur Dose gehen soll, sondern auf ein bestimmtes Hörzeichen hin gezielt nach dem Geruch sucht.

Dafür stellst du dich zunächst mit deinem Hund in einem Abstand von ungefähr einem halben Meter zur Dose auf. Die Dose kannst du beispielsweise zwischen deine Knie klemmen, damit sie nicht verrutscht.

In einer Hand hältst du den Clicker, in der anderen das Futter.

Gib nun das Hörzeichen, das du später auch für die Suche verwenden möchtest. Das kann beispielsweise „Such“, „Nase“ oder ein anderes Wort sein, das du eindeutig und konsequent verwendest.

Dein Hund soll daraufhin zur Dose gehen und den gewünschten Geruch mit der Nase untersuchen.

Sobald er das richtige Verhalten zeigt, klickst du und führst anschließend die Futterhand zur Dose. Dort bekommt dein Hund seine Belohnung.

So lernt er nach und nach, dass dein Suchsignal bedeutet:

Jetzt beginnt die Suche nach meinem Geruch.

Die Verweildauer verlängern

Im nächsten Schritt soll dein Hund nicht nur kurz an der Dose schnüffeln, sondern dort etwas länger verweilen.

Dafür kannst du zunächst das gewünschte Verhalten mit zwei Clicks bestätigen. Geht dein Hund zur Dose und hält seine Nase daran, setzt du den ersten Click. Bleibt die Nase weiterhin an der Dose, folgt nach ungefähr einer Sekunde der zweite Click.

Anschließend bekommt dein Hund wie gewohnt seine Belohnung direkt an der Dose.

So kannst du die Dauer langsam steigern. Wichtig ist, dass du nicht zu große Schritte machst. Eine Sekunde länger kann für einen Hund bereits einen deutlichen Unterschied machen.

Wenn dein Hund die Aufgabe sicher beherrscht, kannst du schließlich auch das gewünschte Anzeigeverhalten festlegen.

Möchtest du beispielsweise, dass dein Hund den gefundenen Geruch im Stehen, Sitzen oder Liegen anzeigt, baust du dieses Verhalten jetzt mit ein.

Bleibt dein Hund mit der Nase an der Dose und nimmt beispielsweise die Sitzposition ein, kannst du das gewünschte Verhalten mit deinem Clicker markieren und belohnen.

Du kannst deinen Hund dabei auch beobachten und schauen, welches Anzeigeverhalten er von sich aus anbietet. Manchmal ist genau das die einfachste Lösung.

Entscheidend ist letztendlich, dass ihr euch für ein eindeutiges und zuverlässig abrufbares Anzeigeverhalten entscheidet und dieses konsequent beibehaltet.

Die SniffleDog-Dose ins Puzzleteil einsetzen

Wenn dein Hund zuverlässig zur Dose geht, den Geruch erkennt und das gewünschte Anzeigeverhalten zeigt, kann die Dose nun in das SniffleDog-Puzzleteil eingesetzt werden.

Für manche Hunde ist es zunächst einfacher, wenn die Dose etwas erhöht steht. Dafür kannst du das Puzzleteil beispielsweise auf einen kleinen Hocker oder Tritt stellen. Andere Hunde arbeiten problemlos direkt auf dem Boden.

Für einen möglichst sauberen Aufbau kann es hilfreich sein, die Puzzleteile zunächst an eine Wand zu stellen. So verhinderst du, dass dein Hund sie versehentlich verschiebt oder beim Arbeiten darüber springt.

An der eigentlichen Aufgabe ändert sich zunächst nichts: Dein Hund soll auf dein Suchsignal zur Dose gehen, den gewünschten Geruch finden, ihn anzeigen und dafür belohnt werden.

Weitere Dosen hinzufügen

Klappt die Anzeige zuverlässig, kannst du langsam eine zweite Dose hinzufügen. Am Anfang würde ich die zusätzliche Dose noch leer lassen. Dein Hund soll zunächst lernen, dass nicht jede Dose automatisch interessant ist.

Die Dose mit dem bekannten Geruch stellst du zunächst ganz nach vorne. Nach einigen erfolgreichen Durchgängen kannst du ihre Position verändern.

Erst wenn dein Hund auch damit sicher arbeitet, kommt eine dritte Dose hinzu.

Jetzt beginnt die eigentliche Geruchsunterscheidung: Dein Hund muss nicht mehr einfach „zur Dose“ gehen, sondern herausfinden, welche Dose den gesuchten Geruch enthält.

Zu Beginn kannst du die anderen Dosen beispielsweise mit unterschiedlichen Teesorten oder natürlichen Aromen bestücken. So bekommt dein Hund verschiedene Gerüche angeboten, ohne dass die Aufgabe sofort unnötig schwierig wird.

Wenn dein Hund schon sehr sicher arbeitet, kannst du die Ablenkungen langsam steigern und auch besonders interessante Gerüche einsetzen.

Wichtig ist dabei immer: Erhöhe den Schwierigkeitsgrad nur so weit, dass dein Hund noch erfolgreich arbeiten kann. Wenn plötzlich viele Fehler auftreten, war der Schritt wahrscheinlich zu groß. Dann gehst du einfach wieder einen Schritt zurück.

Probiert es aus

Du möchtest die Nasenarbeit mit deinem Hund selbst ausprobieren? Mit dem SniffleDog-Set habt ihr alles, was ihr für den Einstieg in die Geruchsunterscheidung braucht. Die Puzzleteile lassen sich erweitern und machen das Training Schritt für Schritt anspruchsvoller – eine tolle Beschäftigung für neugierige Schnüffelnasen.

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Welche Gerüche eignen sich für SniffleDog?

Bei der Auswahl des Geruchs solltest du vor allem darauf achten, dass der Geruch eindeutig und möglichst dauerhaft verfügbar ist. Schließlich möchtest du nicht nach kurzer Zeit auf einen völlig anderen Geruchsträger umsteigen müssen.

Für den Einstieg eignen sich beispielsweise:

  • Lavendel
  • Kamille
  • verschiedene Teesorten
  • natürliche Aromen

Interessant wird es natürlich, wenn dein Hund bereits sicher unterscheiden kann und du die Aufgabe schwieriger gestalten möchtest. Dann kannst du beispielsweise sehr unterschiedliche Gerüche miteinander kombinieren.

Wichtig ist, dass dein Hund nicht auf das Material des Behälters oder die Belohnung, sondern tatsächlich auf den gewünschten Geruch konditioniert wird. Deshalb sollte auch beim Aufbau möglichst sauber gearbeitet werden.

Kann SniffleDog bei Allergien helfen?

Die Möglichkeit, einen Hund auf bestimmte Gerüche zu konditionieren, klingt natürlich gerade für Allergiker interessant. Ein Hund kann lernen, einen bestimmten Geruch wiederzuerkennen und anzuzeigen.

Trotzdem sollte man hier ganz klar unterscheiden: Ein solches Training ersetzt keinen medizinisch geprüften Allergietest und bietet keine zuverlässige Sicherheit dafür, ob ein Lebensmittel für einen Allergiker geeignet ist.

Wenn es um eine bekannte oder vermutete Allergie geht, sollte deshalb immer die medizinische Abklärung im Vordergrund stehen. SniffleDog kann in diesem Zusammenhang höchstens als zusätzliche Beschäftigung und Geruchsunterscheidung betrachtet werden – nicht als diagnostisches oder sicherndes Verfahren.

Typische Fehler beim SniffleDog-Training

Gerade bei Nasenarbeit ist man schnell versucht, den nächsten Schritt zu machen, wenn der Hund einen Erfolg hatte. Genau hier lohnt sich aber etwas Geduld.

Zu schnell schwieriger werden

Nur weil dein Hund eine Aufgabe ein paar Mal richtig gemacht hat, muss sie noch nicht sicher sitzen. Wiederhole die Übung lieber ausreichend oft, bevor du weitere Dosen oder neue Ablenkungen hinzufügst.

Falsches Verhalten bestätigen

Dein Hund soll lernen, den gewünschten Geruch mit der Nase zu untersuchen und das vereinbarte Anzeigeverhalten zu zeigen. Kratzen, Knabbern oder wildes Herumschieben der Dose solltest du deshalb nicht versehentlich belohnen.

Zu lange trainieren

Nasenarbeit ist anstrengend. Eine kurze und konzentrierte Einheit kann vollkommen ausreichend sein. Wenn dein Hund unkonzentriert wird, ständig Fehler macht oder keine Lust mehr hat, ist es Zeit für eine Pause.

Den Hund mit der Futterhand locken

Das Futter sollte die Belohnung sein und nicht dauerhaft als Lockmittel dienen. Dein Hund soll lernen, selbstständig nach dem Geruch zu suchen und nicht einfach deiner Futterhand hinterherzulaufen.

Zu viele Veränderungen auf einmal

Neuer Geruch, mehr Dosen, größere Entfernung und längere Anzeige gleichzeitig? Das ist für viele Hunde einfach zu viel.

Steigere möglichst immer nur eine Schwierigkeit nach der anderen.

Wie lange sollte man mit dem Hund trainieren?

Eine feste Trainingsdauer gibt es nicht. Viel wichtiger als die Anzahl der Minuten ist, wie konzentriert dein Hund noch arbeitet.

Gerade am Anfang reichen wenige Minuten vollkommen aus. Du kannst mehrere kurze Einheiten über den Tag verteilen, anstatt eine lange Trainingseinheit zu machen.

Beende das Training idealerweise mit einem Erfolg. Dein Hund soll lernen: SniffleDog macht Spaß und ich kann diese Aufgabe lösen.

Mit zunehmender Erfahrung kannst du die Dauer und Schwierigkeit langsam steigern.

Und vergiss nicht, deinem Hund während des Trainings immer wieder Wasser anzubieten – gerade dann, wenn ihr länger oder bei warmen Temperaturen arbeitet.

Für welche Hunde eignet sich SniffleDog?

Grundsätzlich kann Nasenarbeit für sehr unterschiedliche Hunde interessant sein. Alter, Größe und Rasse spielen dabei eine deutlich kleinere Rolle als die Freude am gemeinsamen Training.

Besonders spannend kann SniffleDog für Hunde sein, die gerne schnüffeln und Spaß daran haben, Aufgaben selbstständig zu lösen.

Auch für Hunde, die schnell aufdrehen, kann eine ruhige Beschäftigung eine schöne Ergänzung darstellen. Statt immer mehr Action anzubieten, bekommen sie eine Aufgabe, bei der Konzentration gefragt ist.

Natürlich sollte das Training immer an den individuellen Hund angepasst werden. Ein älterer Hund benötigt möglicherweise andere Bedingungen als ein junger, sehr aktiver Hund. Auch gesundheitliche Einschränkungen sollten berücksichtigt werden.

Praktisch beim Training: der Leckerlibeutel

Nicht nur beim SniffleDog-Training müssen die Belohnungen schnell griffbereit sein. Eine kleine Leckerli-Tasche hält die Snacks direkt am Mann bzw. an der Frau und lässt beide Hände für Clicker und Training frei. Für mich deshalb eine kleine, aber wirklich praktische Ergänzung beim Training.

Gelangt hier zur Tasche

Mein Fazit: SniffleDog ist eine tolle Beschäftigung für Mensch und Hund

Ich finde SniffleDog klasse, weil es gleich mehrere Dinge miteinander verbindet: Nasenarbeit, geistige Auslastung und gemeinsame Zeit.

Dein Hund darf etwas tun, was ihm von Natur aus liegt – seine Nase einsetzen. Gleichzeitig bekommt er eine Aufgabe, bei der er konzentriert arbeiten und selbstständig eine Lösung finden muss.

Und dafür brauchst du weder einen riesigen Garten noch stundenlang Zeit. SniffleDog lässt sich platzsparend aufbauen und kann unabhängig vom Wetter trainiert werden.

Gerade im Herbst und Winter ist das für mich ein großer Pluspunkt. Wenn es draußen früh dunkel wird, regnet oder einfach unangenehm kalt ist, fällt die Beschäftigung draußen manchmal etwas kürzer aus. Eine kleine Nasenarbeits-Einheit zu Hause kann dann eine tolle Ergänzung sein.

Schon wenige Minuten konzentrierte Arbeit können deinen Hund ordentlich fordern. Dabei geht es aber nicht darum, möglichst schnell zum „Profi“ zu werden. Viel wichtiger ist, dass dein Hund Spaß an der Aufgabe hat und ihr gemeinsam Fortschritte macht.

Also: Warum nicht einmal die Nase statt den Ball arbeiten lassen? 🐶👃

Wenn dein Hund gerne schnüffelt, probiert SniffleDog einfach einmal aus. Vielleicht entdeckt ihr damit eine völlig neue gemeinsame Leidenschaft.

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