Trainingseinheiten

Wie kann ich das Bellen meines Hundes kontrollieren

Das Bellen eines Hundes ist wichtig, denn es gehört zu den natürlichen Kommunikationsarten eines Hundes und kann verschiedene Ursachen haben, z. B. ein forderndes, wachsames oder ängstliches Bellen. Jedoch können sich aus einem einfachen Bellen auch Probleme entwickeln. Deshalb ist es ihre Aufgabe als Rudelführer bei unkontrolliertem Bellverhalten einzugreifen und dies zu reduzieren.

Sobald Sie der Meinung sind, dass Ihr Hund zu viel bellt müssen Sie in diesem Moment auch schon direkt eingreifen. Gehen sie auf den Hund zu und fordern Ihn mit bestimmter Tonlage auf mit dem Bellen aufzuhören. Das kann einige Übungen erfordern, doch geben Sie nicht zu schnell auf und seien Sie besonders geduldig. Achten Sie dabei auf die Reaktion des Hundes und belohnen Sie ihn auch mit einem Leckerli, wenn der Hund es begriffen hat. Das Ziel ist hier, dass der Hund auf Befehl aufhört zu bellen.

Langes Hundekläffen ist nervenzerreibend. Versuchen Sie jedoch beim Entgegenwirken ihr eigenes Gemüt zu kontrollieren. Hunde haben ein sehr feinfühliges Gespür und merken sofort wenn Sie sich dabei nicht wohl fühlen oder nicht bestimmend sind. Hunde akzeptieren keinen unausgeglichenen und unsicheren Rudelführer. Sobald Sie sich frustriert zeigen oder innerlich frustriert sind, wird es der Hund auch sein. Also bevor Sie aufstehen und auf den Hund zugehen, bringen Sie ihre eigene Unruhe, die dadurch verursacht wird, erst auf ein ausgewogenes Level.

Wenn Sie bemerken dass Ihr Hund sich immer über dieselben Sachen aufregt und bellt wie z.B. über das Sofa, Ihr Fahrrad oder einen bestimmten Baum ist es wichtig zunächst nach der Ursache des Bellens zu forschen. Sieht ihr Hund aus als hätte er Angst und wäre unsicher? Oder scheint er selbstsicher? Der Grund für das Bellen hilft bei der Wahl der richtigen Lösungsstrategie. Ist ihr Hund ängstlich ist es wichtig ihm zu zeigen, dass von dem angebellten Gegenstand keine Gefahr ausgeht. Benutzten Sie dafür Ihre innere Ruhe – es hilft meist nicht den Hund zum Objekt der Angst zu “schleppen” und darauf zu hoffen, dass ihr Hund erkennt, dass ihm dort nichts passiert. Hier kann das Klicker Training eine hervorragende Wahl sein. Kennt ihr Hund den Klicker – Nutzen Sie die Gelegenheit, nehmen sich etwas Zeit, den Klicker und Leckerchen und gehen auf einige Entfernung zu dem Gegenstand der Angst. Lassen Sie ihren Hund ein paar Tricks machen und nähern sich langsam an – Dann beginnen Sie für jede Interaktion mit dem Gegenstand zu klickern – passen Sie auf, dass Sie ihren Hund nur so viel fordern, dass er nicht bellt, sodass Sie dieses Verhalten nicht versehentlich mit einem “Klick” belohnen. Wenn Sie nicht mit dem Klicker arbeiten können Sie Leckerchen zur Hilfe nehmen und um den Gegenstand rum legen. Wichtig ist hier, dass man die Leckerchen nicht in der Hand hält und versucht den Hund immer näher zu locken. Liegt das Leckerchen auf dem Boden weiß der Hund genau wie weit er gehen muss um daran zu gelangen. Bellt der Hund selbstsicher hilft es das Bellen strikt zu unterbinden und zu belohnen, wenn der Hund aufhört zu bellen. 

Hunde die rennen von Kerstin Vogler im jpg Format

Häufiges Bellen und auch exzessives Bellen liegt häufig an überschüssiger Energie. Wie bei einem Kind das nicht ausgelastet ist wandelt sich beim Hund ein physisches Ungleichgewicht in ein psychisches Problem um. Also nehmen Sie sich jeden Tag Zeit um mit Ihrem Hund draußen zu spielen oder mit Ihm zu joggen. Ein Fahrrad oder z.B. eignen sich hervorragend um bei dem Tempo des Hundes mitzuhalten.

Wenn Sie ein Hundebesitzer sind, haben Sie für ein Lebewesen die Verantwortung übernommen. Es ist Ihre Aufgabe, den Hund in Ihr Leben zu integrieren und den Alltag für Sie beide so angenehm wie möglich zu gestalten

Deshalb suchen Sie immer den Rat eines Fachmannes auf, bevor Sie eigenständig falsch handeln. Diese kleine Investition wird sich schon in kurzer Zeit in Zufriedenheit und Harmonie umwandeln.

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