Tipps zum Welpenkauf

Checkliste für Welpen

Die Aufzucht von Welpen kann gerade in den ersten Wochen und Monaten sehr anstrengend und nerven zehrend sein. Einer der Eckpfeiler für ein gesundes Wachstum ist ein regelmäßiger Tierarzt –Besuch. In der folgenden Liste finden Sie ein paar Punkte die die Gesundheit und Pflege Ihres Welpen betreffen.

Finden Sie den besten Tierarzt in Ihrer Umgebung
Optimal ist es, wenn Sie schon vor der Anschaffung des Welpen wissen zu welchem Tierarzt Sie gehen möchten. Dabei gibt es meist mehrere zur Auswahl. Erkundigen Sie sich schon vor der Anschaffung des Welpen über einen Tierarzt in Ihrer Nähe. Fragen Sie Bekannte und Arbeitskollegen mit einem Haustier, welche Erfahrungen sie beim Tierarzt gemacht haben. Entscheiden Sie sich am besten für einen Tierarzt, der sich auf Hunde spezialisiert hat. Sie können auch bereits vor der Anschaffung eines Welpen mit einer Tierarztpraxis einen Termin ausmachen und sich über Leistungen etc. informieren.
Finanzieller Aspekt
Informieren Sie sich über eine Krankenversicherung für Ihren Hund. Machen Sie sich Gedanken über die Kosten, die entstehen können (Impfung, Entwurmung etc. ) Gerade bei unvorhersehbaren Unfällen können die Arzt- und Krankenhauskosten schnell explodieren. Dabei ist eine Krankenversicherung mit einem geringen monatlichen Beitrag ein super Plus und kann Sie finanziell extrem entlasten.
Impfung
Neugeborene Hunde haben anfangs noch keine starke Abwehr. Sie bekommen die wichtigen Nährstoffe und Antikörper über die Muttermilch, die behilflich ist, sie vor Krankheiten zu beschützen, während sich das Immunsystem entwickelt.

Die Impfung spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Es gibt dabei eine Grundimpfung und eine erweiterte Impfung. (Core und non-core Impfung) Die Grundimpfstoffe zählen zu den Pflichtimpfstoffen. Dieser Impfcocktail schützt ihren Welpen vor Staupe (Viruserkrankung bei Haustieren), Adenovirus-2, Canines- parvovirus-2, und Tollwut. Die Wahlimpfung (non-core) enthält dann z.B. noch die zusätzlichen Impfstoffe gegen Letospirosis, Lyme-Borreliose und Bortetella-bronchiseptica-Pneumonie und ist empfehlenswert für Hunde die in bestimmten gefährdeten Gebieten aufwachsen. Ihr Tierarzt wird mit Ihnen die Non-Core Impfungen durchgehen und einen Impfplan erstellen, an dem Sie sich später orientieren können.

Die Tollwutimpfung alle drei Jahre ist un Deutschland Pflicht. Ansonsten steht es Ihnen frei, wie oft und gegen was Sie ihren Hund impfen lassen möchten. Um eine Hundeschule zu besuchen ist es allerdings sinnvoll und bei den meisten Institutionen auch Pflicht, dass Ihr Hund gegen die gängigsten Krankheiten geimpft ist.

Entwurmung
Eine weitere Bedrohung ist der Hundeherzwurm (Dirofilaria). Unbedacht der vorherigen Krankheitserreger und Viren dringt dieser Wurm in das Immunsystem von Ihrem Hund ein und nimmt den direkten Weg über die Adern zum Herzen. Übertragen wird dieser Erreger über Mücken, die als Zwischenwirt dienen und ist ein weit verbreiteter Parasit. Den Parasiten kannte man mehr aus der südeuropäischen Region. Es gibt jedoch zunehmend Meldungen über Fälle in den nördlicheren Gefilden von Europa. Die prophylaktische Vorsorge sollte nach der 8. Lebenswoche beginnen und alle 3-4 Jahre wiederholt werden.
Ektoparasiten
Neben der direkten Bekämpfung von Parasiten können Sie vieles schon vorab beachten um eine mögliche Infektion zu vermeiden. Dabei wird Ihnen Ihr Tierarzt helfen, Mittel für die äußere Anwendung zu finden. Zusätzlich können Sie darauf achten, dass Ihr Hund sich fern von Büschen, hohen Gräsern und Wäldern hält. Reinigen Sie ihre Teppiche zu Hause regelmäßig und gründlich mit einem geeignetem Staubsauger (Milbensauger) oder verpacken Sie Ihre Teppiche regelmäßig in Luftdichte Plastiktüten, um die Eier der Parasiten die sich eventuell dort angesiedelt haben aus dem Floor abzutöten.
Sterilisation/Kastration
Die Sterilisation oder Kastration Ihres Hundes beeinflusst das Wohlbefinden Ihres Hundes oft positiv und kann in Erwägung gezogen werden, falls Sie nicht planen sollten mit Ihrem Hund zu züchten. Tierärzte empfehlen eine Kastration frühestens ab dem 6. Monat. zur Kastration und ihren Vor-und Nachteilen gibt es so viele Meinungen wie es Hundehalter gibt. Da ist es wichtig, dass man für sich und seinen Vierbeiner den richtigen Weg findet. Sollte es gesundheitliche Einschränkungen geben, wie z.B. ein innen-liegender Hoden oder einer Gebärmutterentzündung ist eine Kastration unausweichlich.  
Diät und Gewicht
Ihr Hundewelpe sollte hochwertiges und nahrhaftes Futter bekommen. Beachten Sie dabei die Futteranleitung und den Rat Ihres Tierarztes oder Züchters bezüglich der Häufigkeit und Menge der Fütterung Ihres Welpen. Schauen Sie auf die Inhaltsstoffe – Getreide und Zucker sollten keinesfalls enthalten sein. Viele Hunde haben kein Sättigungsgefühl, deshalb müssen wir als Menschen die Verantwortung dafür übernehmen.
Zahnen
Die Milchzähne eines Welpen werden zwischen dem 4. Und 6. Monat durch richtige Zähne ersetzt. Üblicherweise fängt dies mit den vorderen Zähnen an. Sie werden es definitiv merken wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wenn Sie sich fragen “Woher das Blut am Spielzeug oder den Klamotten kommt?”. Es ist wichtig in dieser Zeit  auf das physische und psychische Wohlbefinden des Welpen zu achten. Sollten Sie sich unsicher sein, ob alles in Ordnung ist empfiehlt sich ein Tierarzt Besuch oder einen erfahrenen Hundebesitzer um Rat zu fragen.

In dieser Zeit beginnen viele Welpen alles mögliche anzukauen, da sie ein erhöhtes Kaubedürfnis haben. Verhindern Sie, dass Ihr Welpe auf Stromkabeln oder anderen Plastikgegenständen kaut, denn das machen sie gerne in dieser Zeit. Die giftigen Stoffe auf dem Plastik können Wasseransammlungen in der Lunge verursachen. Es gibt speziell entwickelte Spielzeuge aus natürlichem Material für Welpen die gerade zahnen. Die Form und Konsistenz fördern das Zahnen Ihres Kleinen.

Lassen Sie Ihren Welpen keinesfalls aus den Augen und schützen Sie ihn vor möglichen Gefahrenquellen in Ihrem Haus. Am besten Sie beseitigen diese schon vorab.

Diese genannten Punkte helfen Ihnen bei der optimalen Pflege Ihres Welpen. Zusätzlich können Sie sich nach potentiellen Gefahrenquellen in Ihrem Haus umsehen um diese vorsätzlich aus dem Weg zu räumen.  Der beste Weg seinen Welpen zu schützen ist es, Ihn keinesfalls aus den Augen zu lassen und überall hin mitzunehmen.

Previous post

Stubenreine Welpen

Next post

Übungsstunde